Rückblick ins 2010

Wir könnten so manche Episode vom vergangenen Jahr erzählen. Aber das dauert zu lange. Über eine Geschichte wollen wir aber im alten Jahr trotzdem noch kurz berichten.
Diesen Winter besuchte uns Stuart. Dieser Mann hat am Wind River 14 Tage um sein Leben gekämpft. Im Herbst hat er sich mit Kajak und Ausrüstung auf den Weg gemacht. Gestartet am Little Wind wollte der erfahrene Kanut weiter auf den Wind River bis nach Fort McPherson paddeln. Es kam anders. Wegen einer Stromschnelle kenterte er und verlor dabei seine gesammte Ausrüstung. In seiner Schwimmweste hatte er noch ein kleines Emergency Set. Angelschnur, Hacken, Feuerzeug, Rettungsdecke. Sein Zelt, Essen, Kleider, Schlafsack, Säge, Bärenspray und so vieles mehr waren weg. Er wartete beim Zusammenfluss Little Wind River /Wind River auf Hilfe. Baute sich dort sein Notlager, ernährte sich von Beeren und Fischen und wartete. Vergebens? Er wartete, mehr und mehr ausgehungert, 14 Tage lang.
Endlich: Robert mit seiner Gruppe paddelt vorbei. Stuart sprang vor Glück hin und her, auf und ab, sprang hüpfend am Ufer entlang. Die Arme schwenkten durch die Luft: GERETTET. Wir nahmen Stuart mit, gaben ihm zu essen, ein Zelt….. und menschliche Wärme.
Er hat uns nicht vergessen und uns diesen Winter besucht. Rasiert und der Zivilisation bedeutend näher als damals! Schön, konnten wir ihm helfen…gerne haben wir es getan.

Nun wünschen wir dir, Stuart, alles Gute im neuen Jahr! Pass auf dich auf, wenn du wieder dem Ruf der Wildnis folgst.

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Ein Gedanke zu „Rückblick ins 2010“

  1. Ich habe Stuart bei einer Kanutour am Hart River getroffen und eine lange Nacht mit ihm am Lagerfeuer geplaudrt. Ein toller Typ mit unglaublich viel Erfahrung.
    Die Welt ist klein, sagt ihm doch bitte einen Gruss von mir und richtet ihm aus, das ich den Trip am Rae Creek gut überstanden habe.

    Stefan, Uttwil

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