Holz Transport


Wie immer im Frühling: So schnell wie der Winter jeweils kommt, so schnell ist im April das Weiss weggeschmolzen…und die Pflützen von der Sonne weggetaut. Und wir… wir geraten trotz sorgfältiger Planung in den Wintermonaten in Rückstand mit all den vorgenommenen Arbeiten. So ist auch unser Eintrag nicht mehr ganz aktuell. Aber es gehört wohl zu unserem Yukon – Frühling, dass all die Dinge, die im Winter nicht gamacht werden konnten, in den Monaten April und Mai erledigt werden sollten. Aber eben, dass ist an folgendem Beispiel nicht immer einfach: Unser Schafstall ist eine Geschichte für sich, aber endlich konnten wir im Maerz/April wieder einmal daran bauen und Nägel einschlagen ohne dass uns fast die Finger dabei abfroren. Die Bohrmaschine gab wegen der Kälte nicht „den Geist auf“, weil der Akku, wie im Winter, unter den Minus Temperaturen litt. Endlich werden die Tage im Maerz/April wieder länger und wir müssen nicht mehr mit Stirnlampen werkeln. Nichts wie los, dachten wir an einem von diesen Fruehlingsmorgen und fuhren nach Whitehorse um Bauholz einzukaufen. Alles dauert natürlich länger als geplant und so waren wir erst gegen Abend wieder an unserer 2 km langen Zufahrtsstrassse. Wie erwartet glich unser „Strässchen“ einem Schlamm- und Wasserbett. Es war unmöglich, diese Strasse zu befahren. Da standen wir nun: Den Wagen voller Bauholz und Frischwaren vom Supermarkt. Wie immer um diese Jahreszeit  mussten wir nun unseren „Frühlingsweg“ benutzen. Dieser Weg ist ein kleiner Trampelpfad, der quer durch den Wald direkt zu unserem Haus führt. Das Auto stellen wir in dieser Zeit jeweils 1-2 Wochen an der Annie Lake Rd ab. Das ist normalerweise kein Problem, müsste da nicht die halbe Tonne Bauholz zu unserem Haus gefahren werden. Zu viel Wasser und Schneematsch auf unserer Zufahrt, zuwenig Weiss fuer das Schneemobil (Skidoo). So kommen unsere Schlittenhunde zum Zug. Der grosse Schlitten, den wir jeweils im Winter zum Holzen brauchen, wird zum Schlittenhundegefährt umfunktioniert. Anstatt das nun der Skidoo vorne wegfährt, werden unsere Hunde angespannt.  5 mal müssen die Huskys hin und her laufen bis alles Material beim Haus ist. Sie machen ihre Arbeit sehr gut. Legen sich ins Geschirr, als gäbe es den ersten Preis für’s „Bauholz fahren“ zu gewinnen. Am Abend gibt es eine extra Ration Futter. Zwischen Transport, auf- und abladen gibt es Nachtessen und Abendritual für uns und unsere Kinder. Um 21.00 Uhr schlafen die Kleinen. Wir können das restliche Holz bei Tageslicht holen. Irgendwann nach Mitternacht sind wir nach einem Bad auch im Bett. Geschafft! Dank unseren Hunden …. Morgen geht es los mit Bauen!

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