Wildente Ella

Anfang Juni hat unsere Tochter Ava beim spielen, draussen hinter der Garage, ein 33 g schweres Enten-Baby gefunden. Wie es den Weg dorthin, neben 9 Hunden und 2 Katzen hindurch geschafft hat, ist ein Wunder und von wo es überhaupt herkam ein Rätsel. Sehr wahrscheinlich hat das Hochwasser das kleine Ding von der Entenmutter getrennt und wurde dann bei uns angespült. So haben wir über Wochen die kleine Ente Ella grossgezogen. Sie hat mit uns im Haus gelebt und viel Zeit in Anspruch genommen. Als Zweibeiner wurden wir aber sofort als Eltern adoptiert. Als sie grösser war, kam sie mit auf Wanderungen (obwohl wir sie da auch oft getragen haben, um ihre Watschelfüsse zu schonen), Motorbootausflug oder mit auf Kanutour. Sie wäre das perfekte Haustier wenn sie doch nur stubenrein gewesen wäre. Keine Ahnung wie viele Feuchttücher wir in den vergangen Monaten gebraucht haben… es waren VIEEEELE! Aber nichts desto trotz…sie hat uns viel zum Lachen gebracht und war ein tolles Tier. Mit knapp 1 kg (ausgewachsen) fand sie nun 3 Monate später, dass die Wildnis doch besser sei als die komischen Zweibeiner! So hat sie uns vor ca. einer Woche verlassen. Nach 3 Tagen kam sie nochmals zurück, hat gefressen und im Haus übernachtet und am darauffolgenden Tag ist sie wieder gegangen. Seit da geniesst sie ihre Freiheit als Wildente und wir hoffen dass sie auf der Hut sein wird wenn ein Fuchs oder ähnliches Tier auftauchen wird. Von Hunden hat sie ja schliesslich keine Angst…im Gegenteil: Bei uns im Haus war sie die Diva!

Ob wir sie jemals wieder sehen werden?

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2 Gedanken zu „Wildente Ella“

  1. was für eine wunderschöne Geschichte.
    Wir lieben euren Blog – und freuen uns über jeden Eintrag sehr.
    Letzten Sommer haben wir mit den Kindern (Alena jetzt 8 und Maurin jetzt 4) unsere erste Kanutour auf dem Doubs gemacht. Es war sooo schön.
    Und wir hoffen sehr, dass wir uns in den nächsten Jahren mal 3 Wochen Ferien im Yukon/in Alaska ermöglichen können… ein Wiedersehen mit euch wäre so schön.
    Herzliche Grüsse aus Bern,
    Daniela & Mischa

  2. Ach, die Ella!!! Ich bin so dankbar dafür, dass ich ein paar Wochen in diesem Sommer am Wheatonriver verbringen und dieses sensationelle, einmalige Tier ein Stück auf ihrem Weg zum Erwachsen werden begleiten durfte! Ja, den Feuchttüchli-Duft habe ich immer noch in der Nase… Und ich bin immer noch neidisch, dass sie nur auf Carmens Quaken reagiert hat und hinter ihr zurück ins Haus in ihr Bettchen gewatschelt ist. Mein Quaken hat sie einfach immer ignoriert, ohne Carmen war da nix zu machen! Ich vermisse Ella und wünsche ihr in der Wildnis alles Gute. Ich weiss, dass sie allen wilden Feinden dort trotzen kann und wird. Go for it, Ella!

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